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03. Dezember 2018

UNICEF und KfW Wasser-Projekt in Syrien

GAUFF Engineering arbeitet in Aleppo für die UNICEF am Projekt WASH Phase III (im Plan UNICEF 3)

Die ehemals gute Wasserwirtschaft in Syrien ist nach dem Krieg in einem katastrophalen Zustand. Daher hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zusammen mit der UNICEF das Entwicklungsprogramm WASH Phase III (Water, Sanitation and Hygiene) zur Wiederherstellung der grundlegenden Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Syrien aufgelegt. Auch soll langfristig ein zuverlässiger Betrieb der wieder hergestellten Infrastruktur sichergestellt werden.

GAUFF Engineering wurde im Rahmen dieses Programms von der UNICEF mit der Umsetzung des entsprechenden Teilprojektes in der Provinz Aleppo beauftragt.

Der Auftrag umfasst die Begutachtung, Planung, Erstellung von Entwurfs- und Ausschreibungsunterlagen sowie die Qualitätssicherung und örtliche Bauüberwachung.

Begonnen wird mit der Bedarfsermittlung und vorrangigen Planung von Projekten zur Sanierung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur in Aleppo und der gleichnamigen Provinz.

Danach erfolgen die Konzeption und Detailplanung der Infrastruktur und Wasseraufbereitungsanlagen mit der anschließenden Überwachung der Bauarbeiten.

Für einen nachhaltigen und effizienten Betrieb und Wartung der Wasserversorgungs- und Abwassersysteme sollen verschiedene Varianten geprüft und die optimalen technischen Lösungen erarbeitet werden.

Der Projektstart war am 23.09.2018, die geplante Laufzeit beträgt circa drei Jahre. Ein internationales Team aus elf erfahrenen Ingenieuren von GAUFF Engineering wird das Projekt in den kommenden drei Jahren unter Einhaltung unserer hohen Qualitätsstandards umsetzen.

 
12. November 2018

Längste Hängebrücke Afrikas eröffnet

Präsident Filipe Nyusi bei der feierlichen Einweihung der Brücke

Am Samstag, den 10.11.2018, hat Mosambiks Präsident Filipe Nyusi in der Hauptstadt Maputo die längste Hängebrücke Afrikas für den Verkehr eröffnet. Mehr als 3.000 geladene Gäste wohnten der feierlichen Einweihung der „Ponte Maputo-Katembe“ bei, die Präsident Nyusi «einen Korridor der Entwicklung» und «ein Zeichen für den sozialen und ökonomischen Fortschritt» nannte. Bei der Eröffnungsfeier gab es neben den Reden auch traditionelle Tänze, Gebete aller Religionen und abends als Höhepunkt ein Feuerwerk über der im Nachthimmel strahlenden Brücke.

Bauherr der Brücke ist Empresa de Desenvolvimento de Maputo Sul, E.P. (EDMS) im Auftrag der Regierung. Gebaut wurde das neue Wahrzeichen des Landes in etwas mehr als vier Jahren von der China Road and Bridge Corporation (CRBC). GAUFF Engineering war dabei für die vollständige Qualitätssicherung und Bauüberwachung verantwortlich.

Mit einem Hauptfeld von 680 m Länge in 60 m Höhe über dem Meeresspiegel spannt sich die Hängebrücke über die gesamte Einfahrt des internationalen Seehafens von Maputo und ist Teil der über drei Kilometer langen Gesamtbrücke. Die beiden Pylone der Brücke sind bis zu 100 Meter tief gegründet und mit 140 Metern Höhe ein weithin sichtbares Zeichen für den Fortschritt des Landes. Jeder der zwei Ankerblöcke, die das Gewicht der Brücke über mächtige Hängeseile halten, hat ein Gesamtgewicht von 150.000 Tonnen, auf LKW verladen eine Kolonne von 70 Kilometer Länge. Zusammen mit den zugehörigen Anschlussstraßen, Überführungsbrücken und Rampen hat der Bau rund 660 Millionen Euro gekostet.

Die Brücke ist das Schlüsselbauwerk, um Maputo mit der weiterführenden Straße von Katembe nach Ponta do Ouro und der Republik Südafrika zu verbinden. Ihre Einweihung sei «ein historischer Moment in der Geschichte Mosambiks» freute sich Präsident Nyusi. 

 

 

 
15. Oktober 2018

Lichtenreuth - ein neuer Stadtteil für Nürnberg

Lichtenreuth liegt auf dem Gelände des ehemaligen Südbahnhofs in Nürnberg ©Aurelis

Lichtenreuth heißt der neue Stadtteil Nürnbergs, der auf dem Gelände des ehemaligen Südbahnhofs entstehen wird. Für die Entwicklung der 100 Hektar großen Fläche westlich des Dutzendteichs verantwortet GAUFF Engineering die Erschließungsplanung mit den Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerken.

Als Planungsgrundlage hatte die Grundstückseigentümerin Aurelis Asset GmbH zusammen mit der Stadt Nürnberg einen städtebaulichen Wettbewerb initiiert, aus dem das Rotterdamer Büro „West 8“ mit seinem Entwurf als Sieger hervorging. Die Gesamtfläche des neuen Stadtviertels ist in vier Module aufgeteilt. In Lichtenreuth sollen zukünftig durchsetzt von vielen Grün- und Parkflächen Wohnen, Gewerbe und der neue Unicampus von Nürnberg beheimatet sein. 

GAUFF Engineering hat von Frühjahr 2017 bis Juli 2018 im Auftrag der Aurelis Asset GmbH für die Gesamtfläche (Modul I bis IV) die Vorentwurfsplanung erstellt und abgeschlossen. Die Vorplanung umfasst den Straßen- und Kanalbau in Verbindung mit allen erforderlichen Anschlussmedien (z.B. zur Gas- und Wasserversorgung).

Derzeit ist für das Modul I, das 30 Hektar der Gesamtfläche ausmacht, der Bebauungsplan im Verfahren. Auf diesem baut die Erschließungsplanung von GAUFF Engineering auf.

In der Ausführungsphase, die beim Modul I voraussichtlich 2020 beginnt, verantwortet GAUFF Engineering die örtliche Bauüberwachung für den Straßen- und Kanalbau sowie die Koordinierung der einzelnen Sparten und Medien. Die Baukosten für die Erschließung des Moduls I werden mehrere Millionen Euro für die Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke betragen.

 
05. September 2018

Elektrifizierung für 300 Dörfer im Senegal

Uwe Gauff, Hauptgesellschafter der GAUFF Engineering und der Generaldirektor der ASER, Baba Diallo, beim Unterzeichnen der Verträge. Dr. Ulrich Nussbaum, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (1.v.l.), und Mohamed Ben Abdallah Dionne, Premierminister des Senegal (2.v.l.), bezeugen die Zeremonie

GAUFF Engineering soll für 300 Dörfer im Senegal eine dezentrale Solar-Stromversorgung planen und realisieren. Der Vertrag für das Projekt mit einem Volumen von 120 Millionen Euro wurde im Rahmen der Westafrikareise von Bundeskanzlerin Angela Merkel am 29.08.2018 in Dakar vom Generaldirektor der Agentur für ländliche Stromversorgung (ASER), Baba Diallo, und Uwe Gauff, dem Hauptgesellschafter der GAUFF Engineering, unterschrieben.

Die Elektrifizierung der Dörfer ist ein wichtiger Schritt zu einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Entwicklung der ländlichen Gebiete im Senegal. In jedem der 300 Dörfer sollen eine Photovoltaikanlage inkl. Batteriespeicher, LED-Straßenlaternen, Niederspannungsleitungen zur Verteilung des Stroms sowie Hausanschlüsse installiert werden. Dabei wird die Mehrzahl der Komponenten und Geräte aus Deutschland geliefert. Außerdem sollen im Senegal lokale Fachkräfte geschult werden, die dann den laufenden Betrieb und die Instandhaltung der Anlagen sicherstellen können. Diese Schulungen wird GAUFF Engineering zusammen mit der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) konzipieren und durchführen.

Finanziert wird dieses wichtige Entwicklungsprojekt von der KfW IPEX-Bank, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der KfW.

Nach der Unterzeichnung hatte Uwe Gauff die Gelegenheit, mit dem Präsidenten der Republik Senegal, S.E. Macky Sall, über weitere Zukunftsprojekte für das Land zu sprechen, bei denen der Präsident eine Mitwirkung von GAUFF Engineering sehr begrüßen würde, da er die Kooperation mit Deutschland generell ausbauen möchte.

Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Merkel und dem Präsidenten der Republik Senegal, Macky Sall

 
14. August 2018

Eindrucksvolle Probebelastungen an der Maputo-Katembe Brücke erfolgreich abgeschlossen

Eine der drei unterschiedlichen Probebelastungen der nördlichen Vorlandbrücke, die im Freivorbau hergestellt wurde

Im Rahmen der allumfassenden Qualitätsüberwachung beim Bau der längsten Hängebrücke Afrikas in Maputo waren auch zwei unabhängige Probebelastungen an der Hängebrücke und der nördlichen Vorlandbrücke vorgeschrieben; ein aufwendiges und nicht alltägliches Prozedere.

GAUFF Engineering ist beim Bau dieses Infrastrukturprojektes neben der Qualitätsüberwachung und –sicherung auch für die Nachprüfung des Designs und die technische Baustellenberatung verantwortlich. Die Hängebrücke selbst hat auf der Nord- und Südseite der Bucht von Maputo Auffahrbrücken unterschiedlicher Bauart und besteht somit aus drei Brücken.

Für Hängebrücken, insbesondere für ein komplexes Bauwerk wie die Maputo-Katembe Brücke, ist generell der Nachweis der Funktionalität durch statische und dynamische Probebelastungen vertraglich vorgeschrieben. Erst nach dem erfolgreichem Abschluss dieser Tests kann die Brücke an den Bauherrn, die staatliche Gesellschaft EDMS (Empresa de Desenvolvimento de Maputo Sul), übergeben werden.

Dazu wurden 56 LKW - jeder mit einem Gesamtgewicht von 25 Tonnen - in normgemäßen Belastungsmustern auf die Brücke gefahren. Zusätzlich erfolgten dynamische Versuche. Dazu gehörten Bremsversuche, Befahren mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, Fahren über Bodenschwellen sowie Abbremsen und wieder Anfahren.

Die Probebelastungen der Hauptbrücke erfolgten möglichst bei Windstille in der Nacht, um eine Beeinflussung der Messergebnisse durch die im Verlauf des Tages großen Temperaturunterschiede auszuschließen. Insgesamt fünf Nächte lang wurden die von zwei chinesischen Universitäten begleiteten Versuche mit umfangreichen Messungen an den Kabeln, Hängern, Pylonen und innerhalb der Stahlsegmente durchgeführt. Aufgrund des im Gegensatz zu Stahl weniger temperaturempfindlichen Betons, konnten die Probebelastungen an der nördlichen Vorlandbrücke entsprechend tagsüber durchgeführt werden.

Da das ursprüngliche Brückendesign während der Bauzeit angepasst wurde, wird mit den gezielten Belastungen an definierten Stellen der Fahrbahn, der Kabel etc. sichergestellt, dass die Brücke sich im späteren Betrieb auch gemäß den ursprünglichen Berechnungen verhält.

Die erfolgreiche Abnahme der Probebelastungen durch GAUFF Engineering und den Bauherren nach Vorlage des Berichtes ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Einweihung der Brücke.