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07. Mai 2020

IBER LEPENC, „IBER-Kanal“, Kosovo, Planung und Implementierung der Wasserversorgungssicherheit und Kanalschutz

Plan des neu zu errichtenden Mihaliq Damms mit dem Anschluss an den IBER Kanal

Der Iber-Kanal verläuft von der nördlichen Grenze des Kosovo rund 49 km in südlicher Richtung. Er besteht aus einer Abfolge von trapezförmigen und geschlossenen Kanälen, Tunneln, Aquädukten und Freispiegeldükern. Nur etwa die Hälfte der Länge des Kanals verläuft oberirdisch. Der Rest des Kanals wurde unterirdisch verlegt. Das Wasser des Iber-Kanals stammt aus dem Stausee Gazivoda, der mit einem 101 m hohen Steinschütt-Damm endet. Der Iber-Kanal selbst weist diverse Schadenspotentiale auf. Trotz Reparaturen von großen Leckagen ist er anfällig für Schäden durch Erdrutsche, Leckagen und Verschmutzung.

Daher wurde die Arbeitsgemeinschaft GAUFF GmbH & Co. Engineering KG, lncoWest Ingenieure + Architekten GmbH & Co. KG, SWECO GmbH und SWECO Hydroprojekt im Dezember 2018 von der kosovarischen lber Lepenc J.S.C. mit den Planungs- und Ausführungsdienstleistungen für die Gewässersicherheit und den Kanalschutz beauftragt. Ziel dieses Wasserversorgungsprojekts ist dazu beizutragen, dass der Iber-Kanal seine ursprüngliche Kapazität wiedererlangt und somit die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung im Zentralkosovo, die Kühlwasserversorgung der Kraftwerke sowie die landwirtschaftliche Bewässerung verbessert wird.

In diesem Rahmen wird der Iber-Kanal mit den zugehörigen Bauwerken wie Straßen, Brücken und Ausgleichsreservoiren saniert und modernisiert und eine Sicherheitsanalyse der Staudämme Gazivoda und Pridvorica angefertigt. Im Zuge der Wasserressourcenerweiterung wird von der Arbeitsgemeinschaft um GAUFF Engineering die Planung und Bauüberwachung des neuen Erddammes Mihaliq, einschließlich Umweltverträglichkeitsprüfung und Umsiedlungsplan verantwortet. Bei Wasserknappheit soll das Mihaliq Reservoir mit einer Gesamthöhe von rund 35 m und seiner Gesamtspeicherkapazität von 3,7 Mio. Kubikmetern die Wasserversorgung für bis zu einen Monat gewährleisten. Die ferngesteuerte Überwachung von Hydraulikgeräten entlang des Iber-Kanals über SCADA-Software sowie der Dämme und Stauseen ist weiterer Vertragsgegenstand. Finanziert wird das Projekt über einen Weltbankkredit im Rahmen des „Kosovo - Water Security and Canal Protection Project“.

Die Ausführungsplanungen für den Bau des Mihaliq Damm und die Rehabilitierung des IBER Kanals sind abgeschlossen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist bis Mitte 2023 geplant.

 
20. April 2020

Sanierung der Wasserversorgung der Stadt Mocuba in Mosambik

Vermessungsarbeiten am Rio Lugela

Die Kreisstadt Mocuba liegt in der mosambikanischen Provinz Zambezi und hat rund 120.000 Einwohner. Ein Hochwasser hat 2015 zentrale Bestandteile der städtischen Wasserversorgung zerstört. So wurde der Wasserentnahmeturm am Rio Lugela schwer beschädigt und dabei die Rohwasserleitung weggerissen. Nach dem Hochwasser hat der Fluss neuen Lauf genommen, so dass eine gesicherte Wasserentnahme nicht mehr möglich war. Zudem war das Versorgungsnetz der Stadt mit einer geschätzten Leckrate von über 80% sehr marode.

Daher wurde GAUFF Engineering von der Weltbank zusammen mit der AIAS (Administracao de Infraestuturas de Água e Saneamento – Gesellschaft für städtische Abwasserentsorgung und Wasserversorgung in Mosambik) mit der umfänglichen Sanierung der Wasserversorgung der Stadt Mocuba beauftragt. Das Gesamtprojekt wurde dabei in zwei Phasen aufgeteilt.

In Phase 1, der sogenannten Emergency Phase, wird ein Entnahmebauwerk einschließlich der elektrischen Versorgung und der Zuleitungen zum bestehenden Wasserwerk sowie ein neues Versorgungsnetz mit einer Länge von rund 27 km geplant. Baubeginn war im Juli 2019. Die Anlage hat nach ihrer Fertigstellung eine Förderleistung von rund 5.700 m3/Tag. Zur Stabilisierung des Flussbetts im Bereich der neuen Rohwasserentnahme werden zusätzlich zwei Buhnen geplant.

In Phase 2 wird die Wasserversorgungsanlage für die Stadt Mocuba geplant, die für die Versorgung von prognostizierten rund 200.000 Abnehmern im Jahr 2040 ausgelegt sein soll. Dafür wird aktuell eine zweite Flusswasserentnahme am Rio Licungo mit Trinkwasseraufbereitungsanlage, Pumpwerken, Speichern und die Erweiterung des Versorgungsnetzes um insgesamt 192 km geplant. Die Leistung dieser Anlage wird ca. 20.000 m3/Tag betragen.

GAUFF Engineering verantwortet in Phase 1 die Planungen, Ausschreibungsunterlagen und die Bauleitung. In Phase 2 arbeiten wir derzeit an der Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen.

Die Fertigstellung der Bauarbeiten von Phase 1 ist derzeit im September 2020 geplant.

 
25. März 2020

COVID-19 - GAUFF Engineering hält Betrieb nachdrücklich aufrecht

Projekt- und Baubesprechung am Unternehmenssitz in Nürnberg

Weltweit gibt es aktuell nur ein Thema: Die rasante Ausbreitung des neuen Sars-CoV-2-Virus bzw. der Corona-Erkrankung und wie man dieser Pandemie am besten entgegenwirken kann, um möglichst viele Menschenleben zu schützen.

Als verantwortungsbewusstes Familienunternehmen unterstützen wir die Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie und zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter voll und ganz. Seit dem 16.03.2020 arbeitet die überwiegende Mehrheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland gut vernetzt von mobilen Arbeitsplätzen oder vom Home-Office aus, wobei in unserer Unternehmenszentrale in Nürnberg nach wie vor eine Kernmannschaft alle wichtigen Schaltstellen besetzt. Für unsere Kunden und Geschäftspartner sind wir wie gewohnt telefonisch, per E-Mail oder Messenger wie z.B. Skype oder MS Teams erreichbar. Wir arbeiten täglich mit aller Kraft daran, eine zuverlässige und kontinuierliche Fortführung aller Projekte weltweit zu gewährleisten.

Aktuell laufen ausnahmslos alle Projekte und Baustellen im In- und Ausland planmäßig weiter, Baubesprechungen finden mit entsprechendem Sicherheitsabstand im Freien statt und auch auf den Baustellen wird der geforderte Mindestabstand zu den Kollegen eingehalten.

Wir sind dankbar und stolz auf unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die trotz dieser beruflich und privat sehr herausfordernden Zeit täglich zuverlässig ihre Aufgaben erfüllen. Auch wenn wir als Team räumliche Abstände zueinander einhalten müssen, so schweißt uns diese Krise noch mehr zusammen.

Bitte beherzigen auch Sie die empfohlenen Schutzmaßnahmen und bleiben Sie gesund.

Wir gemeinsam sind stärker als das Virus!

 
09. März 2020

Ingenieurleistungen zur Umsetzung des Konzessionsvertrages für die Modernisierung, den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der "Arber Road", Albanien

Die Arber Road führt von Tirana nordöstlich in die Diber Region im Landesinnneren

Die „Arber Road“ verbindet Tirana, die Hauptstadt Albaniens, mit der „Diber Region“ an der Grenze zu Mazedonien. In zahlreichen Abschnitten dieser Straße sind verschiedene Straßenstabilitätsprobleme vorhanden, die auf Steinschlag und/oder Hangabrutsche zurückzuführen sind. Ein Neubauabschnitt der „Arber Road“ von Km 3+600,00 bis Km 6+290,00 befindet sich auf der Ost-Nordost-Seite Tiranas.

Der Bau der „Arber Road“ erfolgt im Rahmen eines PPP-Modelles (Public-Private Partnership) mit der albanischen Regierung durch das Bauunternehmen Gjoka Konstruktion.

Die Ingenieurarbeitsgemeinschaft GAUFF GmbH & Co. Engineering KG mit GR ALBANIA wurde vom albanischen Ministerium für Infrastruktur und Energie mit der Überwachung des Konzessionsvertrags für die Modernisierung, den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung der zweispurigen „Arber Road“ beauftragt. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 42 Monate.

Die beauftragte Konzessionsstrecke ist 27 km lang und hat eine geplante Richtgeschwindigkeit von 50 km/h bis 60 km/h. Nach der Fertigstellung der Arber Road wird eine Reisezeitersparnis von eineinhalb Stunden gegenüber der bisherigen Straße erwartet. 

Die Ingenieurarbeitsgemeinschaft ist verantwortlich für das gesamte Projekt- und Vertragsmanagement, die Detailplanung, die Überwachung der Leistung des Bauauftragnehmers und die Schulung des Personals vor Ort bzw. beim Auftraggeber.

Die Analysen der geologischen Bedingungen und der Hangstabilität der „Arber Road“ entlang der festgelegten Arbeitsabschnitte sind bereits abgeschlossen. Gleichzeitig beschäftigen sich die Experten von GAUFF Engineering in der Arbeitsgemeinschaft mit der Detailplanung von Straßen, Straßenbelägen, Brücken, Entwässerungsstrukturen sowie weiteren Bauwerken.

Der Abschluss der Bauarbeiten wird im August 2022 erwartet.

 
10. Februar 2020

Umfangreiche Straßenrehabilitierungen in Angola

Stefan Tavares Bollow, Geschäftsführer der GAUFF Engineering, und Dr. António José Morais, Abteilungsdirektor im Bauministerium, bei der Unterzeichnung der Abkommen im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des angolanischen Präsidenten João Manuel Gonçalves Lourenço

Am 07. Februar 2020 hat GAUFF Engineering in der angolanischen Hauptstadt Luanda im Beisein des angolanischen Präsidenten João Manuel Gonçalves Lourenço und von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Abkommen zur Rehabilitierung wichtiger Nationalstraßen in den Provinzen Cuando Cubango, Cuanza Sul und Malange unterzeichnet.

Die Gesamtlänge der neu zu bauenden bzw. zu sanierenden Straßen beträgt 622 km mit einer Investitionssumme von ca. 623 Mio EURO. Finanziert werden diese Projekte über deutsche Exportkredite. Die Planungen und Ausführungen werden von GAUFF Engineering jeweils in Konsortien mit der INZAG Germany GmbH und QG Konstruktion GmbH ausgeführt, wobei GAUFF Engineering jeweils als federführender Konsortialpartner fungiert.

Die Unterschriftszeremonie fand im Rahmen des Besuchs der deutschen Kanzlerin in Angola statt, bei dem sie von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation deutscher Unternehmen begleitet wurde.

GAUFF Engineering ist seit 1995 in Angola tätig. Zu dieser Zeit herrschte im Land noch Bürgerkrieg. Die Beauftragung mit diesem Großprojekt ist ein Erfolg der Geschäftsphilosophie, vor Ort präsent zu sein und Projekte in enger Abstimmung mit der Regierung und den Behörden des Gastlandes zu entwickeln.