14. August 2018

Eindrucksvolle Probebelastungen an der Maputo-Katembe Brücke erfolgreich abgeschlossen

Eine der drei unterschiedlichen Probebelastungen der nördlichen Vorlandbrücke, die im Freivorbau hergestellt wurde

Eines der Belastungsschemen der nächtlichen Probebelastung der Hängebrücke mit insgesamt 56 LKW

Im Rahmen der allumfassenden Qualitätsüberwachung beim Bau der längsten Hängebrücke Afrikas in Maputo waren auch zwei unabhängige Probebelastungen an der Hängebrücke und der nördlichen Vorlandbrücke vorgeschrieben; ein aufwendiges und nicht alltägliches Prozedere.

GAUFF Engineering ist beim Bau dieses Infrastrukturprojektes neben der Qualitätsüberwachung und –sicherung auch für die Nachprüfung des Designs und die technische Baustellenberatung verantwortlich. Die Hängebrücke selbst hat auf der Nord- und Südseite der Bucht von Maputo Auffahrbrücken unterschiedlicher Bauart und besteht somit aus drei Brücken.

Für Hängebrücken, insbesondere für ein komplexes Bauwerk wie die Maputo-Katembe Brücke, ist generell der Nachweis der Funktionalität durch statische und dynamische Probebelastungen vertraglich vorgeschrieben. Erst nach dem erfolgreichem Abschluss dieser Tests kann die Brücke an den Bauherrn, die staatliche Gesellschaft EDMS (Empresa de Desenvolvimento de Maputo Sul), übergeben werden.

Dazu wurden 56 LKW - jeder mit einem Gesamtgewicht von 25 Tonnen - in normgemäßen Belastungsmustern auf die Brücke gefahren. Zusätzlich erfolgten dynamische Versuche. Dazu gehörten Bremsversuche, Befahren mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, Fahren über Bodenschwellen sowie Abbremsen und wieder Anfahren.

Die Probebelastungen der Hauptbrücke erfolgten möglichst bei Windstille in der Nacht, um eine Beeinflussung der Messergebnisse durch die im Verlauf des Tages großen Temperaturunterschiede auszuschließen. Insgesamt fünf Nächte lang wurden die von zwei chinesischen Universitäten begleiteten Versuche mit umfangreichen Messungen an den Kabeln, Hängern, Pylonen und innerhalb der Stahlsegmente durchgeführt. Aufgrund des im Gegensatz zu Stahl weniger temperaturempfindlichen Betons, konnten die Probebelastungen an der nördlichen Vorlandbrücke entsprechend tagsüber durchgeführt werden.

Da das ursprüngliche Brückendesign während der Bauzeit angepasst wurde, wird mit den gezielten Belastungen an definierten Stellen der Fahrbahn, der Kabel etc. sichergestellt, dass die Brücke sich im späteren Betrieb auch gemäß den ursprünglichen Berechnungen verhält.

Die erfolgreiche Abnahme der Probebelastungen durch GAUFF Engineering und den Bauherren nach Vorlage des Berichtes ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Einweihung der Brücke.