12. November 2018

Längste Hängebrücke Afrikas eröffnet

Präsident Filipe Nyusi bei der feierlichen Einweihung der Brücke

U.a. traditionelle Tänze waren Teil des Eröffnungsprogramms.

Gruppenbild mit Minister für Infrastruktur, João Machatine

Sondermarken zur Eröffnung

Ein Feuerwerk war der weithin sichtbare krönende Abschluss der Einweihungsfeier

Am Samstag, den 10.11.2018, hat Mosambiks Präsident Filipe Nyusi in der Hauptstadt Maputo die längste Hängebrücke Afrikas für den Verkehr eröffnet. Mehr als 3.000 geladene Gäste wohnten der feierlichen Einweihung der „Ponte Maputo-Katembe“ bei, die Präsident Nyusi «einen Korridor der Entwicklung» und «ein Zeichen für den sozialen und ökonomischen Fortschritt» nannte. Bei der Eröffnungsfeier gab es neben den Reden auch traditionelle Tänze, Gebete aller Religionen und abends als Höhepunkt ein Feuerwerk über der im Nachthimmel strahlenden Brücke.

Bauherr der Brücke ist Empresa de Desenvolvimento de Maputo Sul, E.P. (EDMS) im Auftrag der Regierung. Gebaut wurde das neue Wahrzeichen des Landes in etwas mehr als vier Jahren von der China Road and Bridge Corporation (CRBC). GAUFF Engineering war dabei für die vollständige Qualitätssicherung und Bauüberwachung verantwortlich.

Mit einem Hauptfeld von 680 m Länge in 60 m Höhe über dem Meeresspiegel spannt sich die Hängebrücke über die gesamte Einfahrt des internationalen Seehafens von Maputo und ist Teil der über drei Kilometer langen Gesamtbrücke. Die beiden Pylone der Brücke sind bis zu 100 Meter tief gegründet und mit 140 Metern Höhe ein weithin sichtbares Zeichen für den Fortschritt des Landes. Jeder der zwei Ankerblöcke, die das Gewicht der Brücke über mächtige Hängeseile halten, hat ein Gesamtgewicht von 150.000 Tonnen, auf LKW verladen eine Kolonne von 70 Kilometer Länge. Zusammen mit den zugehörigen Anschlussstraßen, Überführungsbrücken und Rampen hat der Bau rund 660 Millionen Euro gekostet.

Die Brücke ist das Schlüsselbauwerk, um Maputo mit der weiterführenden Straße von Katembe nach Ponta do Ouro und der Republik Südafrika zu verbinden. Ihre Einweihung sei «ein historischer Moment in der Geschichte Mosambiks» freute sich Präsident Nyusi.