14. November 2009

Opfer des Terrors – GAUFF Stiftung hilft irakischer Familie

Baschar (links) bei seinem Besuch in Nürnberg

Aus dem Büro Nürnberg. Bei einem Terrorangriff verlor die Familie Ammar den Vater; die anderen Familienmitglieder überlebten schwer verletzt. Über einen Geschäftspartner im Irak erfuhr die GAUFF Stiftung von dem schweren Schicksal der Familie und entschloss sich zu einer spontanen Hilfsaktion.

Im März vergangenen Jahres war die Familie in Mossul, der zweitgrößten Stadt im Irak, Opfer eines Bombenanschlags geworden. Vater, Mutter und zwei der drei Söhne befanden sich gerade auf der Heimfahrt von einem Verwandtenbesuch, als mitten auf der Fahrbahn ein Sprengsatz hochging. Das Attentat galt höchstwahrscheinlich einer Kolonne amerikanischer Militärfahrzeuge, die den Wageninsassen nur Sekunden zuvor entgegengekommen war. Doch es war der Wagen der Ammars, der von den Splittern durchsiebt wurde. Der Vater stirbt sofort, dem einen Sohn wird ein Arm abgerissen, dem anderen das Knie zertrümmert, die Mutter erleidet schwere Verletzungen am Oberarm.

Binnen weniger Sekunden ist das Leben der Familie zerstört. Der Tod des Vaters nimmt der Familie die Lebensgrundlage. Die Mutter und der älteste Sohn der Familie können sich aufgrund ihrer schweren Verletzungen nur noch eingeschränkt bewegen. Dem sechzehnjährigen Sohn Baschar wird eine Arm-Prothese angelegt, doch zur Schule geht er damit nicht. Nur Sohn Ali blieb von dem Unglück verschont; er war an diesem verhängnisvollen Tag zu Hause geblieben.

Ali ist es auch, der Baschar begleitet, als er auf Einladung der GAUFF Stiftung zur medizinischen Untersuchung nach Nürnberg kommt; dort werden beide ehrenamtlich von GAUFF Engineering-Mitarbeitern betreut. Baschars Prothese wird im Nürnberger Krankenhaus neu angepasst und optimiert, weitere Behandlungsschritte werden ausgemacht. Der Sechzehnjährige soll erst einmal auswachsen, danach soll ihm, mit der Unterstützung der GAUFF Stiftung, eine neue, mechanisch verbesserte Prothese angelegt werden.
MJK